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Kaufberatung Pizza

Pizzastahl für den Backofen: unsere Empfehlung und fünf Alternativen

Stand: Von der Küchenredaktion von ristorante-il-mediterraneo-karlstein.de 6 Empfehlungen

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Ein Pizzastahl im Backofen ist der einfachste Weg, zu Hause einer Pizza aus dem Holzofen nahezukommen. Der normale Haushaltsofen schafft selten mehr als 250 bis 280 Grad, ein Steinofen in einer Pizzeria arbeitet mit über 400 Grad. Die fehlende Hitze lässt sich nicht herbeizaubern, aber man kann sie speichern und gezielt in den Teigboden schicken. Genau das macht eine dicke Stahlplatte.

Stahl leitet Wärme deutlich besser als Schamotte oder Cordierit. Der Boden bekommt in den ersten Sekunden einen kräftigen Hitzestoß, der Rand geht auf, die Unterseite wird fleckig gebräunt statt blass. Wer schon einmal eine Margherita vom Blech gegessen hat und danach eine vom Stahl, merkt den Unterschied beim ersten Bissen.

Wir haben uns die gängigen Backstahlplatten auf Amazon.de angesehen und nach Stärke, Format und Verarbeitung sortiert. Oben steht die Platte, die wir den meisten Haushalten empfehlen würden, darunter fünf Alternativen für andere Öfen und andere Ansprüche.

Unsere Empfehlung

Fire World Backstahl 38 x 33 cm, 8 mm

Die 8 mm starke Platte von Fire World ist für uns der beste Kompromiss aus Wärmespeicher, Gewicht und Preis. Mit 38 mal 33 Zentimetern passt sie auf das Gitterrost fast jedes Standardofens und lässt rundherum genug Luft, damit die Heißluft zirkulieren kann. Eine runde Pizza mit gut 30 Zentimetern hat darauf bequem Platz.

Stärken

  • 8 mm Stärke speichert viel Hitze für mehrere Pizzen hintereinander
  • Format passt in die meisten Haushaltsöfen
  • Laut Hersteller in Deutschland gefertigt
  • Auch für Brot und auf dem Grill nutzbar

Schwächen

  • Muss vor dem ersten Einsatz eingebrannt werden
  • Schwer, beim Herausnehmen braucht man feste Ofenhandschuhe
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Die Alternativen

  • Gleichwertige Alternative

    FENNEK Backstahl 38 x 33 cm, 8 mm

    Gleiches Format, gleiche Stärke, aus Feinkornstahl. FENNEK betont Bruchsicherheit und Formstabilität, was vor allem auf dem Grill zählt, wenn die Platte ungleichmäßig erhitzt wird. Wer die Fire World nicht bekommt oder lieber eine zweite Marke im Blick hat, liegt hier richtig.

    + 8 mm Feinkornstahl, Für Backofen, Grill und Outdoor-Küche gedacht, Made in Germany laut Hersteller− Etwas teurer als die Empfehlung, Unbeschichtet, Farbunterschiede sind materialtypisch

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  • Preis-Leistung

    Fire World Backstahl 38 x 33 cm, 6 mm

    Dieselbe Platte wie unsere Empfehlung, nur 2 mm dünner. Sie heizt schneller auf, speichert dafür etwas weniger. Für eine oder zwei Pizzen am Abend reicht das völlig, und das geringere Gewicht ist angenehm, wenn die Platte nicht dauerhaft im Ofen liegen soll.

    + Schneller vorgeheizt als die 8 mm Variante, Leichter zu handhaben, Günstiger Einstieg− Weniger Reserve bei vielen Pizzen in Folge

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  • Für kleine Öfen

    Chef Pomodoro Pizzastahl 36 x 30 cm

    Kompakter Stahl mit 6,35 mm und integrierten Grifflöchern. Der Hersteller nennt ihn ausdrücklich für Pizzen bis 30 Zentimeter. Die Löcher machen das Herausheben deutlich sicherer, ein echter Vorteil in engen Öfen.

    + Grifföffnungen zum Herausheben, Passt auch in kleinere Öfen− Kleinere Backfläche, Teurer pro Quadratzentimeter

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  • Für große Öfen und Flammkuchen

    Koch Backstahl 46 x 38 cm, 6 mm

    Die große Platte für alle, die rechteckige Pizza al taglio, lange Flammkuchen oder zwei kleine Fladen auf einmal backen. Vorher unbedingt den Innenraum messen: 46 mal 38 Zentimeter sind für viele Einbauöfen zu breit.

    + Sehr große Backfläche, 6 mm deutscher Stahl laut Hersteller− Passt nicht in jeden Ofen, Höchster Preis in dieser Liste

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  • Für Gasgrill und Holzkohlegrill

    ENTIGO Backstahl 38 x 33 cm, 6 mm

    Standardformat, 6 mm, laut Hersteller bis 500 Grad hitzebeständig und mit entgrateten Kanten. Eine gute Wahl, wenn der Stahl öfter auf dem Grill landet als im Ofen.

    + Keine scharfen Kanten, Anleitung zum Einbrennen liegt bei− Kaum Unterschied zur günstigeren 6 mm Platte von Fire World

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Pizzastahl oder Pizzastein: was im Backofen besser funktioniert

Ein Pizzastein aus Schamotte oder Cordierit speichert Wärme gut, gibt sie aber langsam ab. Das ist im Holzofen kein Problem, weil dort die Oberhitze den Rest erledigt. Im Haushaltsofen fehlt diese Oberhitze, und dann entscheidet der Boden. Stahl gibt seine Wärme schneller an den Teig ab, deshalb backt eine Pizza auf Stahl bei gleicher Ofentemperatur kürzer und mit kräftigerer Unterseite.

Steine haben einen Vorteil: Sie verzeihen mehr, wenn der Ofen sehr heiß wird oder der Teig viel Zucker enthält. Auf Stahl kann ein dünner Boden schneller verbrennen. Für eine klassische neapolitanische oder römische Pizza mit Mehl, Wasser, Salz und Hefe ist Stahl aber die bessere Wahl. Dazu kommt, dass Stahl nicht bricht, wenn er nass wird oder herunterfällt.

Die richtige Stärke: 6 oder 8 mm

Je dicker die Platte, desto mehr Wärme speichert sie und desto länger dauert das Vorheizen. 6 mm reichen für ein bis zwei Pizzen, danach braucht der Stahl ein paar Minuten, um wieder auf Temperatur zu kommen. 8 mm halten länger durch, wenn Sie für Gäste vier oder fünf Pizzen nacheinander backen.

Dickere Platten über 10 mm lohnen sich im Haushaltsofen selten. Sie werden sehr schwer, brauchen lange zum Aufheizen und der Mehrwert ist gering, weil der Ofen selbst die Temperatur ohnehin begrenzt.

Format und Gewicht

Messen Sie vor dem Kauf das Gitterrost und den Innenraum. Zwischen Platte und Ofenwand sollten auf jeder Seite mindestens zwei Zentimeter Luft bleiben, sonst staut sich die Heißluft. Das Format 38 mal 33 Zentimeter hat sich als Standard durchgesetzt, weil es in die allermeisten Öfen passt.

Eine 8 mm Platte in diesem Format wiegt rund acht Kilogramm. Das Gitterrost hält das aus, aber das Einschieben und Herausnehmen sollte ruhig und mit beiden Händen passieren. Viele lassen den Stahl deshalb einfach dauerhaft im Ofen liegen.

So backen Sie Pizza auf dem Stahl

Schieben Sie den Stahl auf die zweite Schiene von oben, damit die Oberhitze nah an der Pizza ist. Heizen Sie mit Ober und Unterhitze auf die höchste Stufe vor, und zwar mindestens 45 Minuten, bei 8 mm eher eine Stunde. Erst dann ist der Stahl durchgehend heiß.

Kurz vor dem Einschießen auf Grillfunktion umschalten, wenn Ihr Ofen das hat. So bekommt die Oberseite die Hitze, die ihr sonst fehlt. Eine dünne Margherita braucht dann vier bis sechs Minuten. Unser Rezept für Pizzateig mit langer Gare ist genau für diese Methode geschrieben.

Einbrennen und Pflege

Rohstahl rostet, wenn er feucht bleibt. Vor dem ersten Einsatz wird die Platte deshalb abgespült, gut getrocknet, hauchdünn mit neutralem Öl eingerieben und bei hoher Temperatur eine Stunde im Ofen eingebrannt. Diesen Vorgang zwei oder drei Mal wiederholen, dann bildet sich eine dunkle Schutzschicht.

Nach dem Backen reicht es, Mehlreste abzukratzen und die Platte mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Kein Spülmittel, keine Spülmaschine. Leichter Flugrost lässt sich mit einem Topfschwamm entfernen, danach wieder dünn ölen.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Pizzastahl für den Backofen wirklich?

Wenn Sie öfter als ein paar Mal im Jahr Pizza backen, ja. Der Unterschied zum Backblech ist deutlich: kürzere Backzeit, knusprigerer Boden, luftigerer Rand. Für Brot und Flammkuchen nutzen Sie dieselbe Platte.

Wie lange muss der Pizzastahl vorheizen?

Bei 6 mm mindestens 45 Minuten, bei 8 mm eher 60 Minuten bei höchster Temperatur. Der Ofen zeigt oft schon nach 15 Minuten die Zieltemperatur an, der Stahl ist dann aber noch längst nicht durchgeheizt.

Auf welche Schiene gehört der Stahl?

In den meisten Öfen auf die zweite Schiene von oben. So liegt die Pizza nah an der Oberhitze oder dem Grill, und Ober und Unterseite werden gleichzeitig fertig.

Kann ich den Pizzastahl auch auf dem Grill benutzen?

Ja, alle Platten in dieser Liste sind laut Hersteller auch für den Grill geeignet. Auf dem Gasgrill sollte der Deckel geschlossen bleiben, damit auch von oben Hitze kommt.

Ist ein Pizzastahl besser als ein Pizzastein?

Im Haushaltsofen meistens ja, weil Stahl die Wärme schneller abgibt und so die fehlende Ofentemperatur teilweise ausgleicht. Ein Stein ist nachsichtiger bei sehr heißen Öfen und zuckerhaltigen Teigen.

Warum verbrennt meine Pizza unten?

Meist ist der Teig zu dünn ausgezogen oder enthält Zucker oder Milch. Hilfreich ist auch, den Stahl eine Schiene tiefer zu setzen oder kurz vor dem Einschießen den Ofen auf Grill umzustellen, damit die Oberseite schneller nachzieht.

Wie bekomme ich die Pizza auf den heißen Stahl?

Mit einer Pizzaschaufel, die Sie leicht mit Grieß bestreuen. Die Pizza auf der Schaufel belegen, kurz rütteln, damit sie sich löst, und dann mit einem zügigen Ruck auf den Stahl gleiten lassen.

Rostet ein Pizzastahl?

Unbehandelter Stahl rostet bei Feuchtigkeit. Eingebrannt und nach jedem Gebrauch trocken gewischt passiert das kaum. Leichten Rost einfach abschrubben und die Platte neu einölen.

Darf der Pizzastahl in die Spülmaschine?

Nein. Spülmaschine und Spülmittel lösen die Schutzschicht und führen zu Rost. Abkratzen und feucht abwischen reicht.

Kann ich den Stahl dauerhaft im Ofen lassen?

Ja, viele machen das. Er stört beim normalen Backen kaum, verlängert aber die Aufheizzeit des Ofens, weil er mitgewärmt wird. Bei Kuchen auf dem Blech schieben Sie ihn einfach eine Etage tiefer.

Welche Größe passt in meinen Ofen?

Messen Sie das Gitterrost und ziehen Sie auf jeder Seite zwei Zentimeter ab. Das Format 38 mal 33 Zentimeter passt in fast alle Standardöfen, 46 mal 38 Zentimeter nur in größere Modelle.

Neue Kaufberatung auf ristorante-il-mediterraneo-karlstein.de, nicht vom früheren Betreiber von Ristorante-Pizzeria Il Mediterraneo. Das Lokal ist dauerhaft geschlossen. Produktbilder: Amazon.